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Sabal serrulata. Zwergpalme. Palmae.

Botanical name:

Name: Serenóa serruláta Michx. (= Sabal serrulata R. et Sch.). Zwergpalme, Palmetto. Französisch: Palmier de l'Amérique du Nord; englisch: Saw palmetto; dänisch: Dvärgpalme.

Namensursprung: Sabal soll ein bei den Eingeborenen Südamerikas gebräuchlicher Name sein; serrulata vom lateinischen serrulata = kleine Säge. Den Namen Serenoa führt die Pflanze nach dem bekannten amerikanischen Botaniker Sereno Watson.

Botanisches: Die niedrigstämmige buschige Palme mit kriechendem Rhizom, fächerförmigen Blättern und stacheligen Blattstielen ist von Florida bis Nordkarolina verbreitet. Ihre kurzen, axillären Blütenstände sind dicht behaart und rispig verzweigt. Die tiefpurpurnen Früchte stellen eiförmige, etwa 3 cm große einsamige Beeren dar, die beim Essen erst süß, dann scharf brennend schmecken.

Geschichtliches und Allgemeines:

Die infolge der sommerlichen Hitze und des dadurch bedingten Nahrungsmangels abgemagerten Tiere Floridas setzen nach dem Genuß der reifen ölhaltigen Früchte soviel Fett an, daß sie bald eine leichte Beute der Jäger werden. In die Arzneikunde wurde Sabal serrulata durch Read und Solomons aus Savannah eingeführt. Will Scatt Mullins von Louisville in Kentucky berichtet von einer eingehenden Prüfung der Droge, der sich eine frühere Studentin von ihm unterzogen hatte. Nach dem Gebrauch vom 8. Dezember bis zum 1. März zeigten sich eine starke Entwicklung der Brüste, eine erhebliche Gewichtszunahme sowie verschiedene Symptome im Kopf und in den Ovarien.

Wirkung

In ihrer Heimat verwendet man die Früchte der Sabal-Palme als Nutritivum bei Phthisis, Bronchitis usw. (Möller, Ph. Ztrh. 1883, Nr. 14 ff.)

Der amerikanische Arzt Read (Read, zit. b. Clarke, A Dict. of pr. Mat. med., S. 1042.) gebrauchte sie in Form eines "saccharated oil", das infolge seiner beruhigenden Wirkung auf die Schleimhäute Schlaf, Linderung heftigen Hustens, und Expektoration bewirkt, die Verdauung anregt und Fleisch- und Fettansatz wie auch Kräftesteigerung hervorruft.

Infolge ihrer stimulierenden Wirkung auf die Schleimhäute des Genitalapparates werden sie bei subakuter Gonorrhöe, eitriger chronischer und subakuter Cystitis angewandt, ebenso bei Bronchitis. Allerdings wird die Wirksamkeit im Brit. Pharm. Codex (The Brit. Pharm. Codex 1923, S. 959.) als zweifelhaft hingestellt.

Die Homöopathie gebraucht Sabal bei Prostataaffektionen und den begleitenden Harnsymptomen (Schmidt, Lehrb. d. homöop. Arzneimittell., S. 278; Clarke, A. Dict. of pr. Mat. med., B. III, S. 1042.).

Die Früchte enthalten 1,2% ätherisches Öl (Palmettoöl) (Wehmer, Die Pflanzenstoffe, S. 117.), das als der wirksame Bestandteil bezeichnet wird (Vgl. 3).).

Anwendung in der Praxis auf Grund der Literatur und einer Rundfrage:

Sabal serrulata ist ein Spezifikum bei Prostatahypertrophie und wird in zahlreichen Zuschriften zur Dekongestionierung der Prostata gelobt. Sehr wirksam erweist sich das Mittel ferner bei den die Prostatahypertrophie begleitenden Blasenleiden wie Cystitis (auch bei akuter Cystitis mit Blasenhalsreizung beider Geschlechter), Dysurie (hier nach Schlegel, Lindau, sehr bewährt) und Enuresis, ferner bei Orchitis, Epididymitis und chronischer Gonorrhöe.

Weitere Indikationen sind: Bronchitis, hartnäckiger Husten, Geschwülste, Entzündungen und Schmerzen in den Ovarien (hier Sabal D 2 und Apis mel. D 3 aa ), Fluor albus, zu kleine Brüste und Ekzeme.

Schematische Darstellung der Häufigkeit der Anwendung verschiedener Heilpflanzen bei:

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Angewandter Pflanzenteil:

Von der Zwergpalme werden die frischen, reifen Früchte verwendet (Clarke, Heinigke, Stauffer, das HAB. [§ 3], Schmidt), aus denen auch das "Teep" hergestellt wird.

Dosierung:

Übliche Dosis:
1 g der Früchte (Brit. Pharm. Codex).
2 Tabletten der Frischpflanzenverreibung "Teep" dreimal täglich.
(Die "Teep"-Zubereitung ist auf 10% Pflanzensubstanz eingestellt.
d. h. 1 Tablette enthält 0,025 g Fruct. Sabal.)

In der Homöopathie:

Ø, dreimal täglich 10-20 Tropfen.

Maximaldosis:

Nicht festgesetzt.

Lehrbuch der Biologischen Heilmittel, 1938, was written by Dr. Med. Gerhard Madaus.



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