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Der Löwenzahn - Die Kuhblume - Taraxacum officinale.

Botanical name:

[image:14612 align=left hspace=1]Er wächst auf offenem Gelände, auf Triften, im Garten, an Gräben, auf Grasflächen aller Art.

Er entfaltet schon im zeitigen Frühjahr seine großen gelben Blüten, aus denen dann in wenigen Wochen jene zierlichen Fruchtstände hervorgehen, die als "Pusteblumen" bekannt sind. Jedes Kind hat wohl einmal die hohlen Blütenstengel dieser Pflanze zu Ketten aufgefädelt und dabei beobachtet, daß aus den angebrochenen Stengeln ein weißer bitterer Milchsaft herauskommt. Überall ist die Pflanze eines der am zeitigsten sich einstellenden Unkräuter, da ihre mit Federkronen versehenen Früchtchen weithin durch den Wind verbreitet werden.

Die Wurzel Die Pflanze ist mit einer mächtigen langen Pfahlwurzel im Erdboden befestigt. Dadurch läßt sie sich nur schwer herausreißen.

Die Blätter Der Kopf der Wurzel trägt einen Kranz (eine Rosette) von langgestreckten, schmalen Blättern, die wegen der meist ausgesprochenen Zähnelung ihres Randes zu dem Namen "Löwenzahn" Veranlassung gegeben haben. Sie sind von einer starken Mittelrippe durchzogen, neben der sich rechts und links die in spitze Lappen tief aufgespaltene Blattfläche befindet. Auch die Blätter enthalten weißen klebrigen Milchsaft. Wird die Rosette abgeschnitten, so bringt die Wurzel bald wieder eine neue hervor.

Die Entwicklung der Pflanze im einzelnen sowie auch die Gestalt der Blätter ist, je nach den Lebensbedingungen, unter denen sie aufwächst, sehr wechselnd. Auf trockenem, unfruchtbarem Erdreich sind die Rosetten ziemlich dürftig. In höheren Grasbeständen oder an feuchten, fruchtbaren Standorten sind sie dagegen üppig, hier werden die Blätter oft bis zu 30 cm lang, wobei dann die Zahnung nicht immer sehr deutlich ausgeprägt ist. Trotz dieser Vielgestaltigkeit wird jeder die Pflanze leicht erkennen können, besonders an dem Milchsaft.

Verwendung Die Blätter - auch die ziemlich ausgewachsenen - werden verarbeitet zu Salat.

Der etwas bittere Geschmack ist zu mildern, wenn der Salat mit anderen Salaten wie Kartoffel-, Rapunzel- oder Selleriesalat vermengt wird.

Auch zu Gemüse - spinatartig - s. Grundrezept Seite 151 - und zur "Neunerstärke" s. S. 108. Beim Gemüse kann der etwas bittere Geschmack durch Untermengung anderer, milder Wildgemüse, beispielsweise der Vogelmiere gemildert werden.


Aus Wald und Feld den Tisch bestellt, 1947, von Prof. Dr. Walther Schoenichen.



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