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Aralia racemosa. Amerikanische Narde. Araliaceae.

Botanical name:

Photo 050. Amerikanische Narde. Karte 036. Aralia racemosa. Schema 012. Anwendung von Aralia racemosa. Name: Arália racemósa L. (= A. sacchalinensis Rgl.). Amerikanische Narde. Französisch: Nard américain; englisch: Spikenard, berry-bearing aralia, petty morrel; italienisch: Aralia; tschechisch: Aralie hroznatá.

Namensursprung: Aralia ist der kanadische Name für die Bergangelika; racemosa vom lateinischen racemus = Traube in bezug auf die traubigen Blütenstände.

Botanisches: Aralia racemosa hat einen dicken, knollenartigen und verästelten Wurzelstock. Er ist wohlriechend und schmeckt schleimig-balsamisch. Der krautige, kahle, gerillte und sperrig-ästige Stengel ist aufrecht und wird bis zu 1,50 m hoch. Die großen Blätter ähneln denen der Engelwurz. Die Blüten stehen in rispigen Trauben, die achsel- und endständig sind. Jedes Ästchen trägt eine einfache, halbkugelige, zehn- bis fünfundzwanzigblütige Dolde. Die Blumenblätter sind grünlichweiß, die rundlichen fünfrippigen Beeren dunkelrot.

Die Pflanze ist beheimatet auf waldigen Bergen Nordamerikas. Blütezeit: Juni bis September.

Geschichtliches und Allgemeines:

Aralia racemosa ist in Amerika schon lange von Kräutersammlern und Eklektikern als Mittel gegen Erkrankungen der Lunge, sowie Leukorrhöe u. a. Frauenleiden verwendet worden. In die Homöopathie wurde es 1867 durch Hale eingeführt.

Wirkung

In ihrer nordamerikanischen Heimat wird die Aralia-Wurzel als Diaphoretikum, Stomachikum, Antirheumatikum und Wundmittel (Dragendorff, Die Heilpfl. d. versch. Völker u. Zeiten, 1898, S. 502.), bei katarrhalischen Affektionen, Husten, Tuberkulose, bei Leukorrhöe, Uterusprolaps und Chlorose angewandt (Bruckner, Hale's New Remedies, 1869, S. 5.).

In der Homöopathie wird sie vorwiegend gegen nervösen Krampf- und Kitzelhusten und heufieberartige Zustände gebraucht (Stauffer, Klin. hom. Arzneimittell., S. 162; Clarke, A Dictionary of Pract. Materia Medica, Bd. I, S. 150, London 1925.).

Nach Schmidt (Schmidt, Lehrb. d. hom. Arzneimittell., S. 39.) ist die Anwendung des Mittels besonders dann angezeigt, wenn gleichzeitig mit den genannten Beschwerden übelriechende Leukorrhöe und Chlorose bestehen.

Die Aralia-Arten enthalten u. a. ein Saponin, das Araliasaponin (Wasicky, Lehrb. d. Physiopharm., S. 665.).

Anwendung in der Praxis auf Grund der Literatur und einer Rundfrage:

Aralia racemosa ist ein bevorzugtes Mittel bei allergisch bedingten Erkrankungen der Atmungsorgane und bei Erkältungskatarrhen. Es wird demnach verordnet bei: Asthma, Catarrhus aestivalis, Rhinitis, Krampf- und Kitzelhusten besonders nachts, chronischem Bronchialkatarrh und Halsentzündung.

Ferner findet es Anwendung gegen Fluoralbus, Diarrhöe, Prolapsus ani, Fissuren und äußerlich gegen entzündliche Geschwüre.

Als Wechselmittel bei Heufieber werden Sabadilla und Naphthalinum genannt.

Angewandter Pflanzenteil:

Zur Herstellung der Arzneien wird allgemein die Wurzel verwendet, und zwar wird (u. a. von Clarke) der frische Wurzelstock empfohlen. Demgemäß wird das "Teep" aus dem frischen im Oktober geernteten Wurzelstock hergestellt. Die homöopathische Urtinktur nach dem HAB. hat den gleichen Ausgangsstoff (§ 3).

Dosierung:

Übliche Dosis:
1 Tablette der Frischpflanzenverreibung "Teep" drei- bis viermal täglich.
(Die "Teep"-Zubereitung ist auf 10% Rhiz. Araliae racemosae eingestellt, d. h. 1 Tablette enthält 0,025 g Pflanzensubstanz.)

In der Homöopathie:

dil. D 2-4, dreimal täglich 10 Tropfen.

Maximaldosis:

Nicht festgesetzt.

Lehrbuch der Biologischen Heilmittel, 1938, was written by Dr. Med. Gerhard Madaus.



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