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Wir gehen in die Pilze.

Vom Mai bis November kann in die Pilze gegangen werden. Vor dem Sammeln Sammelschein besorgen!

Beim Sammeln

Den Wald schonen! Keine Kräuter beschädigen! Wild nicht verscheuchen! Unbekannte Pilze nicht zertreten! Mit aller Ruhe und Überlegung sammeln!

Bei Regenwetter, starkem Tau, nach Frost und Reif keine Pilze sammeln! Der Genuß gefrorener Pilze führt zu Erkrankungen!

Dagegen ist das Sammeln an warmen Tagen, die auf feuchte Witterung folgen, besonders ergiebig.

Welche Pilze werden gesammelt?

Nur solche Pilze, die genau bekannt sind! Der Anfänger wird sich zunächst auf einige wenige der häufigsten Pilze beschränken.

Welche Pilze sollen stehen bleiben?

Alte Pilze, die zu Speisezwecken ohnehin nicht brauchbar sind, bleiben stehen, damit sie ihre Sporen aussäen können.

Pilze, die dem Sammler unbekannt sind, bleiben stehen; sie sollen aber keinesfalls mutwillig zerstört werden, weil andere Sammler vielleicht noch etwas Brauchbares darunter finden, sie ein Schmuck desWaldes sind, es nach der noch in Kraft befindlichen Reichsnaturschutz-Verordnung untersagt ist, in deren § 1 es heißt: "Es ist verboten, wildwachsende Pflanzen missbräuchlich zu nutzen oder ihre Bestände zu verwüsten."

Giftpilze! Jeder muß die wichtigsten Giftpilze kennen!


Beim Einsammeln der Pilze ist zu beachten,

daß sie entweder mit dem Messer abgeschnitten oder abgedreht, aber nie aus dem Erdboden herausgerissen Werden, damit die zahllosen feinen in der Erde liegenden Fäden, die zu jedem Pilz gehören und deren Weiterleben ermöglichen, nicht verletzt werden.

Zur Bestimmung der Pilze sollten, wenn irgend möglich, stets mehrere Exemplare der gleichen Art zur Hand sein, z. B. jugendliche und ältere Stücke, wie sie oft in Gruppen beieinander wachsen.

Viele Pilzarten sind in ihrer Gestalt und besonders auch in der Farbe des Hutes außerordentlich veränderlich!

Manche Merkmale können sogar gelegentlich allein schon durch Regenwetter zum Verschwinden gebracht werden.

Darum ist eine Bestimmung der Pilze nach Abbildungen allein, und seien sie noch so vorzüglich, nicht verläßlich.

Der auf den Seiten 11-40 folgende Pilzschlüssel, der zwar nur einen kleinen Ausschnitt aus der heimischen Pilzwelt berücksichtigt, will versuchen, die Bestimmung der Pilzarten vorzugsweise auf die Beachtung gestaltlicher Merkmale zu gründen.

Treffen aber alle Merkmale und Beschreibungen auf einen der gefundenen Pilze nicht zu, so muß solch ein Pilz einer Beratungsstelle zur Begutachtung vorgelegt werden.

Beim Einsammeln oder auf dem Heimweg schadet den Pilzen ein hohes Aufeinanderschichten, ein Zusammenpressen oder ein Zusammendrücken.

Begründung: Pilze atmen und geben dabei Feuchtigkeit ab. Auß diesem Grunde sind Pilze vor jeder Wärme, auch vor der Körperwärme, zu schützen!

Pilze sollten daher am besten in Körben, Spankorb o. ä., die den Luftzutritt nicht unterbinden, gesammelt und, leicht zugedeckt, nach Hause getragen werden!


Empfehlenswerte Pilzbücher mit farbigen Tafeln sind:

EDMUND MICHAEL, Führer für Pilzfreunde. 3 Bde., Zwickau, Förster & Borries
EUGEN GRAMBERG, Pilze der Heimat. 2 Bde., Leipzig, Quelle & Meyer

Aus Wald und Feld den Tisch bestellt, 1947, von Prof. Dr. Walther Schoenichen.



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